Workshop über Lobying und Fundraising
12. – 15. Juni 2007, Jupiter, Rumaenien

Der Workshop über Befürwortung und Geldbeschaffung fand im Rahmen eines Projekts des Europaeischen Netzwerkbildungs-Programms, Zivilsgesellschaftliche Komponente Bulgarien und Rumänien „Gleiche Chancen im Erweiterten Europa“ statt. Er wurde von der Foundation for Development of People/Rumänien (FDR), welche Mitglied der Föderation der NGOs für Kinder in Rumänien ist, in Zusammenarbeit mit den anderen Projektpartnern Assoziation Roditeli Bulgarien, ESAN Belgien, AVSI Italien und AVSI Polen organisiert.
Die übergreifenden Ziele des Projekts sind:
- Die Handlungsqualität von 70 rumänischen und bulgarischen ZGOs (Zivilgesellschaftlichen Organisationen), die mit sozial benachteiligten Gruppen arbeiten, zu verbessern
- Dieser ZGOs in existierende europäische Netzwerke zu integrieren und europäische Erfahrung und Know-How zu vermitteln
- Die Zusammenarbeit zwischen den ZGOs und politischen Entscheidungsträgern zu verbessern

Die Projektarbeit ist in 3 Arbeitsgruppen organisiert: Roma Bevölkerung, obdachlose/ benachteiligte Kinder und Berufsbildungs- sowie Beschäftigungsunterstützung von sozialen Randgruppen in Rumänien und Bulgarien. Experte und Entscheidungsträger versammeln sich regelmäßig innerhalb dieser Arbeitsgruppen, um über aktuelle Probleme und Entwicklungen in diesen Bereichen zu diskutieren und passende Lösungen zu finden, z.B. bezueglich des legislativen Rahmens, der sozialen und beruflichen Inklusion von Roma - Jugendlichen, der Rolle von öffentlich-privaten Partnerschaften, des Bildungssystems und der Einbeziehung der Roma Kinder, Mobilisierung von lokalen Ressourcen, Programme zur Gemeinschaftsentwicklung usw.
Dieses Seminar war einerseits der Themen Befürwortung und Lobbyismus gewidmet, im Rahmen dessen verschiedene Experten von ihrer Erfahrung mit Befürwortung/Verfechtung von Interessen der Benachteiligten in den Partnerländern Belgien, Bulgarien, Italien, Polen und Rumänien berichteten. Dabei handelte es sich vor allem um Interessen von gefährdeten Kindern, Roma, Asylsuchenden, Immigranten, Flüchtlingen und anderen politisch, wirtschaftlich oder sozial benachteiligten Gruppen. Der zweite Teil des Workshops beschäftigte sich mit Fragen der Geldbeschaffung, innerhalb dessen unterschiedliche Methoden und Praktiken zur Geldbeschaffung von NGOs im öffentlichen und privaten Sektor vorgestellt und diskutiert wurden, sowohl auf auf internationalem Nivaeu - AVSI Italien, aber auch von kleineren NGOs auf nationalem, regionalem oder lokalem Niveau. Auch die Businessperspektive war durch einen Marketing Direktor eines KMUs in Rumänien vertreten. Die diskutierten Methoden variierten von Kommunikationsmarketing und Organisation von Straßenkampagnen und Benefizienveranstaltungen, über Initiativen für das Business und die Individuen wie „Eine Stunde Arbeit“, Abzug von den Gehaltskosten von den Arbeitnehmern oder von den Stauern der Unternehmen, bis hin zum Versenden von Grußkarten, personalisierten Briefappelle, persönlichen Ansprachen und Kontakten etc.
Einige der Lehren von dem Workshop können wie folgt zusammengefasst werden:
- Klare und einfache Botschaft bei Lobbyismus und Anwerben von Geldmitteln
- Eine einzige und einfache Idee, durch eine starke Metapher dargestellt statt vielen komplexe und abstrakten Ideen
- Personalisierung der Idee, am besten durch ein Gesicht
- Klare Identifikation von den adressierten Zielgruppen
- Anpassung der Idee an die spezifischen Bedürfnisse und Interessen der Zielgruppe
Die Abschlusskonferenz von dem Projekt wird Ende des Jahres in Bulgarien stattfinden.
